Auslesetechnik
Der DITABIS Micron ist ein Imaging Plate Auslesesystem für TEM. Im Gegensatz zu anderen Applikationen, bei denen Imaging Plates verwendet werden, bietet TEM kleine Pixel, höchste Bildqualität und einen hohen Dynamikbereich.
Das Gerät arbeitet mit einem Trommelscanner. Die Imaging Plates sind auf einer drehenden Trommel befestigt und werden mit einem Laserstrahl ausgelesen, der langsam an der Trommel entlangfährt und die kompletten Platten in einer kontinuierlichen Linie scannt. Bis zu 5 Platten werden gleichzeitig entlang einer Führung rund um die Trommeloberfläche gescannt. (siehe Bild oben)
Das von den Platten ausgehende Lumineszenzsignal wird mittels einer speziellen Spiegeloptik mit großer Blende gesammelt und durch eine Photo Multiplier Tube (PMT) detektiert. Das Signal wird verstärkt und durch einen Analog-Digitalumrichter (ADC) in einen digitalen Wert umgewandelt. Die Daten werden an eine Festplatte im Leser geschickt, der die kompletten Daten des jeweiligen Scanvorgangs aufnimmt. Danach werden die Bilddaten an den Computer übertragen und auf dem Bildschirm angezeigt (nebenstehendes Bild anklicken).
Die aufgenommenen Lumineszenzsignale werden in 16-bit Digitalsignale umgewandelt. Dies ermöglicht 65000 Graustufen, was für normale TEM Bilder ausreichend ist. Optional kann ein zweiter Datenkanal verwendet werden, um den Dynamikbereich auf 1 Million Graustufen zu erweitern.
Das Gerät erfüllt die hohen Anforderungen der TEM-Bildgebung:
- Der Laser ist stark auf einen Punktdurchmesser von ca. 5µm fokussiert. Die Pixelgröße beträgt 15µm bis 50µm (variable Pixelgröße). Der starke Fokus reduziert die Nebensignaleffekte zwischen den Pixeln zum Erreichen der höchstmöglichen Schärfe und einer gute Modulationsübertragungsfunktion MTF (Modulation Transfer Function), bis zu 38% nach Nyquist für 25,0µm Pixel).
- Der Sammelspiegel hat eine große Blende, dadurch kann er einen großen Teil des emittierten Lichts einfangen. In Kombination mit dem empfindlichen Photoelektronenvervielfacher wird eine sehr hohe Empfindlichkeit und DQE (Detection Quantum Efficiency, ca. 80%) erreicht.
- Das Gerät verfügt über zwei synchrone Datenkanäle von 16 bit. Für höhere Dynamikbereiche wandelt der zweite Kanal eine verstärkte Version des PMT Signals um. Dadurch erhält man zwei Bilder, eines mit hoher und eines mit niedriger Verstärkung (Faktor beträgt ca. 32). Die beiden Bilder können numerisch kombiniert werden, um ein Bild mit einem Datendynamikbereich von mindestens 20 bit (1:1 Million) zu erhalten.
